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Prothetik

Unter Prothetik versteht man in der Medizin die Entwicklung von künstlichem Ersatz für verlorene Körperteile oder beschädigte bzw. fehlender Organe. Die künstlichen Ersatzteile erfüllen dabei sowohl formgebende als auch funktionelle Anforderungen, die durch das fehlende Körperteil entfallen. Das Ziel der Prothetik ist es Betroffenen ein möglichst uneingeschränktes Leben zu ermöglichen. Die Komplexität und technologisch fortschrittliche Funktionalität moderner Prothesen basiert auf die Integration von Mikroprozessoren, Sensorik und Aktuatorik sowie KI-Systemen. Dies ermöglicht Patienten ein hohes Maß an Präzision, sowie routinierte und kontrollierte Bewegungsabläufe. Der Umgang mit dem künstlichen Ersatzgliedmaßen erfordert jedoch Durchhaltevermögen und viel Training.

Man unterscheidet in Exo- und Endoprothesen. Unter Exoprothesen versteht man Prothsen, die sich außerhalb des Körpers befinden. Darunter fallen beispielsweise Arm- oder Beinprothesen. Endoprothsen hingegen lassen sich den geschlossenen Implantaten zuordnen und werden dauerhaft in den Körper eingesetzt, um bestimmte Gelenks-, Knochen- oder Gefäßstrukturen zu ersetzen.

Nahe mit der Prothetik verwandt sind Epithesen und Orthesen, die jedoch nur eine unterstützende oder optische Wirkung ausüben.

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