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Telemedizin

Telemedizin ist eine neue, moderne Form medizinische Leistungen und Services auszuführen und wird in den Bereich eHealth eingeordnet. Aufgrund des in E-Health Gesetzes von 2015 und der Lockerung des Fernbehandlungsverbots 2018 kann Telemedizin heute von Ärzten rechtlich genutzt werden. Dabei liegt der Fokus auf einem flexiblen System, das zeitliche und räumliche Distanzen einfach überwindet. Um dies zu gewährleisten, müssen beide Anwenderparteien – Ärzte und Patienten – mittels Informations- und Kommunikationstechnologien miteinander verbunden sein. Diese Lösung ermöglicht die Erfassung und Übermittlung von vertraulichen, personen- und gesundheitsspezifischen Daten in Bezug auf Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Weitere Bereiche der Telemedizin sind digitale Arztbriefe, elektronische Patientenakten und Gesundheitskarten. Auch das Langzeitmonitoring von Patienten und dessen Datenübermittlung ist beinhaltet.

Befürworter der Telemedizin als Patientenversorgungsmethode nennen vor allem kurze Wartezeiten und schnelle Terminvereinbarung sowie das unkomplizierte Durchführen der Sprechstunde von zu Hause als Vorteile. Diese digitale Serviceleistung soll auch der Problematik immer weniger zur Verfügung stehender Ärzte – speziell auf dem Land – entgegenwirken.

Dennoch erfährt die Telemedizin auch Kritik. Diese bezieht sich primär auf den Verlust des direkten Patientenkontakts sowie Einschränkungen bei verschiedenen Untersuchungen wie beispielsweise Blutentnahmen oder Spritzen.

Medizinische Apps und Telemedizin sind mittlerweile in vielen Fachbereichen vertreten. So können Patienten im Bereich Chirurgie, Dermatologie, Neurologie und Onkologie auf das Verfahren zugreifen. Auch in Bereichen der Radiologie und Psychatrie bietet das System verschiedene Einsatzbereiche.

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