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Psychosomatische Erkrankungen

Man spricht von einer psychosomatischen Erkrankung, wenn ein milder organischer Krankheitsbefund besteht, aber psychische oder soziale Kriterien die Entstehung, Verlauf und Folgeerscheinungen stark beeinflussen. Die Ursache geht meist zurück auf psychische oder soziale, aber auch kulturelle oder gesellschaftliche Aspekte. Dabei werden Stress, Ängste oder eine andere Form von Belastung auf den Betroffenen ausgeübt. Die Psyche nimmt dabei Einfluss auf das Nervensystem und ruft verstärkte körperliche Erkrankungen hervor. Dies liegt zunächst auch daran, dass Stress und psychische Belastungen verschiedene Hormonausschüttungen ankurbeln, sodass es zu einer enormen Veränderung des Stoffwechsels kommt. Daraus resultierend trägt auch das Immunsystem Schäden davon und es kommt zur Diagnose von organischen Krankheitsbefunden. Patienten fühlen sich oftmals missverstanden und sehen ihren Alltag und ihr tägliches Berufsleben als schwer und eingeschränkt an. Nicht selten entwickeln diese Menschen eine Form von Depressionen, Medikamentenabhängigkeiten oder isolieren sich komplett von anderen.

Typische Symptome sind chronische Schmerzen in verschiedenen Körperbereichen, dauerhafte Erschöpfung und übermäßige Müdigkeit aber auch Kreislaufstörungen, Schwindel oder Verdauungsprobleme. Gelegentlich treten auch Symptome wie starker Juckreiz, Herzrasen oder Tinnitus auf.

Psychosomatische Erkrankungen enden oftmals von allein oder nach einem ausführlichen Arztgespräch. Dabei ist es wichtig, dass der Arzt dem Patienten Verständnis entgegenbringt, die Situation ernst nimmt und dennoch überzeugend vermittelt, dass die Symptome keine ernsthaften Risiken bergen. Auch die Behandlung mit Medikamenten, Entspannungsverfahren sowie psychotherapeutische Unterstützung zur Linderung der körperlichen Beschwerden kann angestrebt werden.

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